Die Deutsche Steuergewerkschaft (DSTG) hält das Ende der Spekulationssteuer auf Aktiengewinne in der jetzigen Form für absehbar. Dem Bundesverfassungsgericht werde die Regelung noch in diesem Jahr vorgelegt, und es könne gar nicht anders, als sie verfassungswidrig zu erklären, sagte der Chef der Organisation, Dieter Ondracek, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Laut Gesetz sind Kursgewinne von Aktien steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt.
Gegen die Spekulationssteuer klagt nach Angaben der Zeitung der emeretierte Kölner Professor für Steuerrecht, Klaus Tipke. Er rechne in Kürze mit einem Urteil des Bundesfinanzhofes. Nach Tipkes Lesart verstößt die Steuer gegen den Gleichheitsgrundsatz. Die Finanzämter hätten keine Kontrollmöglichkeit, daher werde das Gesetz kaum eingehalten. Ondracek schätzt den Steuerausfall auf drei Mrd. DM im Jahr.
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